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Wertschätzende Kommunikation
Wie teile ich einer Person mit, was mich stört? Manchmal kommt das, was man sagt nicht richtig an und führt zu einer Auseinandersetzung.

Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass selbst unter Kommunikationsprofis nicht jedes Feedback wahrgenommen wird, wie es gemeint ist. Dies liegt an der Tatsache, dass wir alle unsere eigenen Erfahrungen, Vergangenheiten, Wahrnehmungen und Werte mitbringen. Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Welt und interpretiert eigen. Wodurch prallen in Gesprächen oft Meinungen aufeinander, die gegenseitiges Verstehen verhindern? Wieso wird Feedback nicht selten negativ aufgefasst und persönlich genommen? Wodurch geraten wir in Gesprächen oft in innere Stress-Situationen?

Vielleicht weil wir als Kinder gelernt haben, dass „schlechtes“ Benehmen zu Liebesentzug führt – das wollen wir sicherlich um jeden Preis verhindern. Wir gehen daher bei Kritik schnell in die Defensive und verteidigen uns.

Hier ein paar Tipps wie du deine kommunikativen Fähigkeiten verbesserst und missverständliche Situationen meiden kannst:

1. Unterscheidung

Unterscheidung zwischen Wahrnehmungen und Urteilen und gegenseitiges Verstehen: Wie kann ich meine Sichtweise so ausdrücken, dass mein Gesprächspartner offen zuhören kann und nicht in eine Abwehrhaltung geht? Wie kann ich mich für die Sichtweise des Anderen wirklich öffnen?

Umgang mit Gefühlen und die Entwicklung emotionaler Intelligenz: Wie kann ich in Spannungssituationen in einen bewussten und achtsamen Kontakt mit meinen Gefühlen kommen und diese für die Klärung der Situation konstruktiv nutzen?

Zuwendung zum Anderen. Wie kann ich die Anliegen und Bedürfnisse des Anderen offen aufnehmen, dass mein Gesprächspartner spürt, dass ich ihn wirklich verstehen will?

2. Wertschätzend

Solange dein Gegenüber das Gefühl hat, dass es wertgeschätzt wird, nimmt es dein Feedback eher an. Mit Feedback willst du jemanden nicht zu einer Niederlage führen, sondern unterstützende Informationen mitteilen.

  • Beziehe dich dabei nur auf das Verhalten
  • Teile dein Feedback wertneutral und nachvollziehbar mit
  • Statt, “Das war gut”.. nutze, “Dass hat mir gefallen.”

3. Ich Botschaften

Bringe deine Wünsche und Bedürfnisse an, statt zu fordern – die Chance, dass dein Feedback angenommen wird steigt dadurch.

  • “Auf mich wirkt das …” statt, “Du hast…” o. “Du bist…”
  • “In meiner Wahrnehmung … ” statt, “Es ist …”
  • “Ich würde mir wünschen … ” statt, “Ich will …” o. “Du musst …”

4. Sandwich

Falls du etwas Positives und etwas Negatives mitteilen willst, verpacke es in ein Sandwich. Den negativen Aufstrich zwischen zwei positive Scheiben Brot.

Z. B.: «Das war ein interessanter Vorschlag mit spannenden Themen. In der Mitte viel es mir schwer dem Inhalt zu folgen. Da hätte ich mir mehr Details zum Thema gewünscht. Ich finde du hast eine ausdrucksstarke Wesensart um Menschen von deinem Fachgebiet zu begeistern. Das hab ich in deiner lebhaften Erzählweise wahrgenommen.»

Fordere Feedback

«Wer mir schmeichelt ist mein Feind.», besagt ein Chinesisches Sprichwort.

Bekommst du nur Komplimente, hast du keine Möglichkeit deine blinden Flecken zu erkennen und dich zu verbessern. Frage deine Freunde, Kollegen und  Vorgesetzten nach Feedback. Denk dabei dran, dass sie vielleicht noch nicht so versiert sind darin Feedback zu geben – aber dann kannst du ja fragen, ob du ihnen ebenfalls Feedback geben kannst, und gleich üben.

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