Wer verdient mehr?

Geld hat man, oder spricht nicht darüber. Was früher verpönt war, wird heute zunehmend zum Thema. In Zeiten von Vergleichsportalen werden auch die Menschen offener, was das eigene Gehalt betrifft. Die Unternehmen geraten immer wie mehr unter Druck, Löhne transparent und geschlechtsneutral zu bestimmen – und das ist gut so! Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, das ist gerecht.
Zu beachten sind aber gewisse Stolperfallen für die Personalleitungen und aber auch für die Mitarbeitenden.

Jedes Unternehmen tut gut daran, in Zukunft ein wirklich gerechtes Lohnsystem aufzubauen und auch zu leben. Das heisst zum Beispiel, Lohnanpassungen aufgrund möglichst objektiver und nachvollziehbarer Beurteilungskriterien vorzunehmen. Von den Angestellten zu verlangen, über das Salär Stillschweigen zu wahren, dürfte auch länger je mehr nicht akzeptiert werden – oder sogar noch kontraproduktiv wirken. Deswegen müssen auch die Unternehmen langfristig akzeptieren, dass Transparenz und Gerechtigkeit im Lohngefüge sogar eine Chance sein kann.

Als Mitarbeitende kann man sich in Sachen Lohnforderungen natürlich böse in die Nesseln setzen. Ist man zu vorlaut oder als Einziger bereit, für seinen Lohn zu kämpfen, kann man sehr schnell ins Offside geraten. Deshalb gilt hier, immer das Gespräch zu suchen und mit konstruktiven Argumenten seinen Fall vorzutragen. Zuerst mit seinem direkten Vorgesetzten und/oder mit der Personalleitung. Gute Karten haben die, die über konkrete Leistungsausweise verfügen oder sich weitergebildet haben. In diesem Sinne freuen wir uns auf eine offenere Gesellschaft.

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